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GroKo segnet die Rehbachverlegung durch die kalte Küche ab

Am 15.10. fand eine gemeinsame Sitzung von Feld-, Wald-, Umweltschutz-Ausschuss und Bau-, Verkehr-, Entwicklung-Ausschuss im Kulturviereck statt. Inhalt: Örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen. Dr. Wallisch stand erneut Rede und Antwort zu der von BGS durchgeführten Studie der lokalen Hochwasserschutzmaßnahmen. Das Untersuchungsgebiet lag westlich von Haßloch und nicht im Süden, wo die Rehbachverlegung statt finden soll.

Alle Fraktionen der Opposition hatten Anträge dazu gestellt, alle zielten auf die Einrichtung eines Hochwasserschutzkonzeptes ab, das schon seit Jahren überfällig ist. Einige zielten darauf ab, dass sich die politische Gemeinde gegen eine Rehbachverlegung ausspricht.

Fast vier Stunden lang wurden die Argumente und Fehler in der Beauftragung erneut diskutiert. Am Ende stellte die GroKo einen Antrag, nur noch die Variante H4 zu verfolgen. Diese Variante ist eine Kombination aus Schutz des Industriegebietes (was ich sehr begrüße) und Dammbau zwischen Ober- und Pfalzmühle (was einem Kanalbau entspricht, auch wenn es die Ortsmitte vor Überschwemmung schützt. Das hätten aber auch Retentionsflächen westlich und östlich der Autobahn getan). Die H4-Variante hat mehrere Nachteile: Einer davon ist, dass an der L530 fast 5 m³ Wasser je Sekunde ankommen, also mehr als das Rehbachbett jemals fassen konnte. Das macht eine Rehbachverlegung fast unvermeidbar.

Im Endeffekt hat die GroKo dem eigenen Vorschlag zugestimmt, und hat nicht einmal gemerkt, dass sie damit die Verlegung des Rehbachs in den Wald unausweichlich gemacht haben. Zwischen Pfalz- und Obermühle wird ein Kanal gebaut, ebenso östlich der Rennbahnstraße, wo der neue Rehbach wieder ins alte Bett zurückgeführt werden muss als Vorfluter der Kläranlage. Dazwischen soll dann ein Naturnahes Bachbett gegraben werden. Und das Witzige daran: die ganze Idee der Verlegung beruhte auf falschen Voraussetzungen.

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