Kommunalpolitik mit Verstand statt Parteibuch!

Belebung der Ortsmitte („Wie der Kunde König wird“ RP 20.05.14)

Die Antwort der Piraten im Original:

Schauen wir doch erst einmal, was bisher von den Anderen unternommen wurde. Dann sieht man, was alles nicht funktioniert hat.
Letztlich entscheidet der Markt. Dazu gehört, dass Angebot auf Nachfrage trifft und umgekehrt. Das erreicht ein aktives Leerstands-Management, das die Angebote (freie Bauplätze in Neubau- und Gewerbegebieten aber auch in der Ortslage ebenso wie die Leerstände im Zentrum) mit der Nachfrage zusammen bringt. Dazu gehört sicher auch eine Potentialanalyse und Konsumentenbefragung, was die Haßlocher als Angebot vermissen, wie einen Baumarkt.

Meine Ergänzung:

Seit mehr als 10 Jahren schafft es niemand, das Gewerbegebiet zu vermarkten. Jahr um Jahr versucht man immer wieder ein und dasselbe. Während andere Städte ihre Gewerbegebiete füllen, verkommt das Haßlocher Gebiet zum LKW-Parkplatz, für den die Gemeinde Zinsen und Unterhaltung bezahlen muss.
Wir können nicht warten, bis uns Interessenten für Immobilen die Bude einrennen – wir müssen froh sein über jeden, der kommt, aber auch aktiv auf Interessenten zugehen. Interessenten, die sich für eine andere Gemeinde entschieden haben, müssen auch gefragt werden, warum sie letztlich nicht nach Haßloch gingen.

Brauchen wir Neubaugebiete? Wie viele Bauplätze gibt es denn noch in der bereits bebauten Ortslage? Weiß das überhaupt jemand?
Wie hoch sind die Mieten in Haßloch wirklich?
Wir müssen auf die Stärken unseres Dorfes aufbauen: Infrastruktur ist Spitzenklasse (Grund- und medizinische Versorgung). Das kulturelle und Freizeitangebot sind einzigartig (Sport- und Kulturvereine, Bibliothek, Theater, Freizeitbad). Auf diese Stärken müssen wir aufbauen, die Schwächen analysieren und etwas ändern wollen. Es wird nicht automatisch alles besser, wenn man etwas ändert. Aber wenn man doch sieht, dass es nicht läuft – dann muss man es ändern, um es besser zu machen.

Mein Kommentar zu den Antworten der anderen Parteien:

CDU: „Bebauung südlich der Schillerstraße“, „Neugestaltung des Jahnplatzes“ und „Verkauf des Heyd-Komplexes“  und „städtebaulich verträgliche Bebauung“ in einen Zusammenhang zu stellen, halte ich für sehr mutig. Hoffentlich merkt das keiner.
„Im Gewerbegebiet „Nördlich des Bahndamms“ unterstützen wir die Ansiedlung eines Einzelhandelszentrums…“ – Was genau bedeutet „unterstützen“? Was haben sie in den letzten 10 Jahren unter CDU-Bürgermeistern unterstützt?
„Im Industriegebiet Süd können Lücken gezielt gefüllt werden.“ – Bei den Rehbach-Plänen können sie froh sein, wenn niemand das Industriegebiet Süd verlässt.

SPD: „Standortfaktor Verwaltung“ – Da wird nach Belebung des Ortszentrum und der Vermarktung des Gewerbegebietes nördlich des Bahndamms gefragt, und die SPD schreibt was von „effektive, freundliche und motivierte Gemeindeverwaltung“? Hallo? Geht’s noch?

 

Was denkst du?